Sammlung Pfarrfrauen im Kirchenkampf

1994-1997

Umfang: 3 Kartons

lfd. Nummern: 43

Findmittel: 2016

Signatur: 8SL 097

Der Wirkungskreis von Pfarrfrauen beschränkte sich keineswegs auf das Pfarrhaus. Zwar gaben die allermeisten eine eigene berufliche Tätigkeit mit der Eheschließung auf, dennoch wurde neben der Führung des Pfarrhauses und der Kindererziehung die Mitarbeit in der Gemeinde, z.B. in Kinder- und Frauengruppen, Bibelkreisen usw., als selbstverständlich vorausgesetzt. Vor allem in der Zeit der NS-Herrschaft, wo Pfarrer durch Inhaftierung oder Kriegseinsatz häufig abwesend sein konnten, bekam die integrative Rolle der Pfarrfrauen eine unschätzbare Bedeutung. In der öffentlichen Wahrnehmung traten sie aber häufig hinter ihren Männern zurück.

Die Sammlung von Zeugnissen aus dem Leben von Pfarrfrauen wurde 1994 von Dr. Dietrich Meyer, Direktor des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, initiiert. Anlass dazu gab die Ausstellung „Barmen 1934-1984“ der Ev. Kirche im Rheinland, bei der aufgefallen war, dass die Rolle von Frauen während der Zeit des Kirchenkampfes nur unzureichend anhand von Quellen dargestellt werden konnte.

Inhalt: biografische Unterlagen von 40 Pfarrfrauen aus der NS-Zeit, alphabetisch sortiert; Unterlagen von Dr. Dietrich Meyer zur Anlage der Sammlung.

Ergänzende Bestände: 6HA 029 (Pfarrer Hans Josten/ Pfarrfrauendienst); 5WV 016 (Rheinischer Pfarrfrauendienst).