In der Druckerei Foto: Hans Lachmann

Sonntagsgruß Saar - Fotosammlung

1953-1986

Umfang: 4 Karton

lfd. Nummern: 744

Findmittel: Findbuch 2015

Signatur: 8SL 078

Sonntagsgruß Saar - Fotosammlung PDF 819 KB

Die erste Ausgabe des  „Evangelischen Wochenblatts an der Saar“ erschien am 5. Juli 1874. 1921 erhielt es den Titel „Sonntagsgruß“, den es bis zur Einstellung im Jahr 2006 beibehielt.

Erklärtes Ziel des Wochenblatts war die Förderung und Verbreitung evangelischer Interessen. Es war nicht nur ein evangelisches Sprachrohr, sondern berührte die Lebenswirklichkeit der Menschen. Es nahm Partei für die wachsende Arbeiterschaft. Und später engagierte es sich mit Berichten zur Apartheid in Südafrika, zur Besetzung des Heckel-Geländes und zu vielen anderen sozialpolitischen Themen.

Der „Sonntagsgruß“ war lange Zeit eine  Erfolgsgeschichte. Von 1874 bis 1896 stieg die Auflagenhöhe um 5.500 auf 7.500 Exemplare, und 1968 wurden 22.000 Exemplare gedruckt. Am Ende jedoch fehlten dem evangelischen Wochenblatt die Leser. Mit ihm endet 2006 ein Stück evangelischen Lebens an der Saar.

Im Sommer 2014 übergab einer der letzten Redakteure des Sonntagsgrußes, Helmut Paulus, einen umfangreichen, jedoch großenteils ungeordneten und unbeschrifteten Fotobestand. Das Gros der Bilder stammt von dem Fotografen Hans Lachmann, dessen Nachlass sich im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland befindet. Einen namhaften Teil bilden die Fotografien des Saarbrücker Fotografen Reiner Oettinger.

Literatur: Hans-Dieter Osenberg, Fehde mit dem Freiherrn. Das "Evangelische Wochenblatt" an der Saar, später "Sonntagsgruß", hatte trotz Preußen- und Kirchentreue immer etwas Aufmüpfiges. Ein Rückblick angesichts seines Endes, in: Sonntagsgruß. Saarbrücken 2006, S. 10; Hans-Dieter Osenberg, Brav war diese Zeitung nie - der "Sonntagsgruß" setzt nach dem 2. Weltkrieg seine Tradition einer unabhängigen protestantischen Stimme an der Saar fort, in: Sonntagsgruß. Saarbrücken 2006, S. 10.

Ergänzende Archivbestände: Sonntagsgruß, Archivbibliothek ZK 053

Lehrlinge am Schraubstock Foto: Hans Lachmann