Friedrich Langensiepen

Laufzeit: 1910-1975

Umfang: 15 Kartons

lfd. Nummern: 55

Akzessionsdatum: 2007

Findmittel: 2007

Signatur: 7NL 150B

Friedrich Langensiepen

Friedrich Langensiepen (1897-1975) war nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Theologiestudium und Hilfspredigerzeit von 1926 bis 1939 Pfarrer in Gödenroth/Hunsrück. Im Kirchenkampf engagierte er sich in der Bekennenden Kirche und in der Hunsrücker Pfarrbruderschaft und wurde 1934 in den Rheinischen Bruderrat berufen. Konsequent und kompromisslos hielt er am reformatorischen Bekenntnis fest und war bereit, dafür auch Konflikte mit Teilen seiner Gemeinde, dem NS-Staat, aber auch innerhalb der Bekennenden Kirche – er plädierte für eine Trennung von Kirche und Staat – auszufechten und Nachteile in Kauf zu nehmen. 1940 vom Konsistorium in den Wartestand versetzt, arbeitete er von 1940 bis 1944 als BK-Studentenpfarrer und von 1941 bis 1945 als nebenamtlicher Seelsorger im Zuchthaus in Siegburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zunächst Gemeindepfarrer in Saarbrücken-St. Johann, von 1951 bis 1962 dann Zuchthausseelsorger in Rheinbach.

Inhalt: Biographisches, Materialien zum Kirchenkampf im Hunsrück, Korrespondenz, Predigtmanuskripte, Materialien zur Singbewegung

Literatur: Günther van Norden: Friedrich Langensiepen. Ein Leben zwischen Pfarrhaus und Gefängnis 1897-1975. Stuttgart 2006.