Rolf Giradet als amerikanischer Kriegsgefangener Foto: ohne Angaben

Pfarrer Rolf Girardet

1930-1982

Umfang: 5 Karton

Findmittel: 2010

 Pfarrer Rolf Girardet PDF 79 KB

Rolf Artur Girardet (1912-1984) war Mitglied der Bekennenden Kirche. Kurz nach dem Examen wurde er zum Wehrdienst eingezogen und zum Afrikakorps der deutschen Wehrmacht vesetzt. 1943 geriet er in Kriegsgefangenschaft. Bis 1946 betätigte er sich im US-amerikanischen Kriegsgefangenenlager Fort Custer als Lagerpfarrer und Herausgeber der Lagerzeitung „Unter dem Wort“.

Die erste reguläre Pfarrstelle trat Girardet 1946 in Aachen an. Seit dieser Zeit bekleidete er auch das Amt des synodalen Jugendpfarrers. Im Jahr 1950 wechselte er an die Gemeinde Dinslaken, 1960 nach längerer Krankheit und zeitweiliger Versetzung in den Wartestand in Vertretung nach Königswinter und 1961 vorübergehend nach Godesberg. Die vollständige Reaktivierung erfolgte mit der Berufung zum Pfarrer in Barmen-Nächstebreck im Jahr 1962. 1965 wechselte er noch einmal in das Amt als Krankenhausseelsorger in Köln. 1976 trat er in den Ruhestand. 

Inhalt: Predigten; Feldpost und Korrespondenz; Lagerzeitung „Unter dem Wort“; Fotos; Zeitungsausschnitte. 

Literatur:  Hermle, Siegfried, Predigt an der Front. Zur Tätigkeit der Kriegspfarrer im Zweiten Weltkrieg, in: Blätter der württembergischen Kirchengeschichte, Jg. 102 (2002), S.127-166; Weitenhagen, Holger, "Wie ein böser Traum...". Briefe rheinischer und thüringischer evangelischer Theologen im Zweiten Weltkrieg aus dem Feld, Bonn 2006. 

Ergänzende Archivbestände: 8SL 040 (Kriegsgefangenenseelsorge); 6HA 002 (OKR Johannes Schlingensiepen); Personalakten des LKA, G 151.