Professor Wilhelm Mundle

1884-1988

Umfang: 2

lfd. Nummern: 919

Akzessionsdatum: 2000

Findmittel: 2000

Signatur: 7NL 124B

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Wilhelm Friedrich Mundle wurde am am 28. April 1892 als Sohn des späteren Missionsinspektors Gottlob Mundle in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Geschichte in Tübingen, Berlin und vor allem Marburg und dem Kriegsdienst 1915 bis 1917 promovierte er bei Adolf Jülicher. Nach der anschließenden Habilitation war Mundle 1919 bis 1925 als Dozent für neutestamentliche Theologie an der Universität Marburg tätig und wurde 1925 zum außerordentlichen Professor ernannt. Er trat dann in den Pfarrdienst als Hilfsprediger in Eller-Wersten und amtierte seit 1927 als Pfarrer in Marxloh. 1942 wechselte er nach Boppard. 1961 trat er in den Ruhestand und wechselte wieder nach Marburg, wo er am 20. Dezember 1971 starb. Aus seiner 1923 geschlossenen Ehe mit der Ärztin Hanna Meinhof gingen vier Töchter hervor.

Der Bestand umfasst im wesentlichen den Zeitraum von 1907 bis 1971. Einige Vorstücke reichen bis 1884 zurück, einige Korrespondenzteile seiner Witwe bis 1988. Theologiegeschichtlich interessant sind vor allem die Vorlesungen, Publikationen und Korrespondenzen Mundles aus den 1920er Jahren. Mundle machte sich als Paulus-Kenner einen Namen und wurde zum scharfen Antagonisten Rudolf Bultmanns. Zahlreiche Predigten dokumentieren den Pfarralltag vor allem aus der Bopparder Zeit, und auch die privaten Seiten seiner Biographie gewinnen durch die erhaltenen umfänglichen Korrespondenzteile deutliche Konturen.

Ergänzende Archivbestände: Pers. 51 M 147; 7NL 123B (Gottlob Mundle).