Wäscherei der Anstalt Bethesda-St. Martin in Boppard, 1927 Foto: ohne Angaben

Stiftung Bethesda – St. Martin

1855-1983

Umfang: 2

Findmittel: 2003

Signatur: 5WV 025B

Nachdem seit 1855 im ehemaligen Kloster St. Martin in Boppard ein Magdalenenasyl für gefallene Mädchen bestanden hatte und vier Jahre später das neu erbaute Haus Bethesda am Ortsrand von Boppard bezogen worden war, erhielt die Anstalt Bethesda am 27. Mai 1860 unter dem Namen "Evangelisches Magdalenenasyl Bethesda zu Boppard" die Korporationsrechte und damit die Anerkennung als milde Stiftung. Als die seit 1857 im ehemaligen Kloster St. Martin befindliche staatliche Erziehungs- und Besserungsanstalt nach dem Ersten Weltkrieg aufgelöst wurde, verpachtete der preußische Staat das Klostergebäude an die Stiftung Bethesda, die es am 24. Juli 1934 käuflich erwarb. 1962 wurde die Stiftung umbenannt in "Evangelisches Kinder- und Jugendheim Bethesda - St. Martin", seit 1973 heißt sie "Stiftung Bethesda - St. Martin".

Der Bestand enthält vor allem Vorstands- und Verwaltungsratsprotokolle sowie Jahresberichte, die einen genauen Einblick in die Arbeit der Stiftung ermöglichen. Besonders hinzuweisen ist auf das Anstaltstagebuch der ersten Leiterin Amalie Göschen aus den Jahren 1855 bis 1892, auf ein Kriegstagebuch vom Frühjahr 1945 sowie auf zahlreiche Fotoalben aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch die Jubiläumsveranstaltungen zum 100- und 125jährigen Bestehen der Anstalt sind gut dokumentiert

Literatur: Hajo Knebel: Bethesda-St. Martin 1857-1982. Geschichte der Stiftung zu Boppard, Boppard 1982.