Argenthal-Riesweiler

(1374) 1704-2018

Umfang: 28 Kartons

lfd. Nummern: 98

Findmittel: 1967, 2022

Signatur: 4KG 090B

Argenthal-Riesweiler

Die evangelische Gemeinde in Argenthal war seit 1557 lutherisch und seit 1598 reformiert, da das dortige Pfarrstellenbesetzungsrecht dem Herzog von Simmern oblag. Seit 1817 ist die Gemeinde uniert. Riesweiler, zuvor Filiale von Simmern, war seit 1608 pfarramtlich mit Argenthal verbunden, blieb jedoch eigene Gemeinde mit Presbyterium und gleichberechtigtem Gottesdienst und hl. Abendmahl. Zum Ende des 30-jährigen Krieges wurden auch die nach der Gegenreformation wenigen verbliebenen Evangelischen in Schnorbach von Argenthal aus verwaltet. Seit dem 1.12.2008 waren Ellern, Mörschbach und Pleizenhausen Filialen von Argenthal. Zum 1.1.2014 wurden Argenthal, Riesweiler, Ellern, Mörschbach und Pleizenhausen zur Gemeinde Soonblick vereinigt.

Argenthal wurde mehrfach von Brandkatastrophen heimgesucht. 1593 vernichtete ein durch Blitzschlag ausgelöstes Feuer 24 Häuser des Ortes, 1796 blieben nach einem durch französische Besatzungssoldaten verursachten Brand von 87 Häusern sogar nur vier übrig. Das Archiv der Kirchengemeinde Argenthal-Riesweiler weist daher besonders in der Zeit vor 1796 große Lücken auf.

Literatur: Baumgarten, Achim R. / Schellack, Fritz, 900 Jahre Argenthal 1091-1991, Argenthal 1991; Diether, Dieter, Kleiner Kirchenführer: Argenthal, Ellern, Mörschbach, Pleitzenhausen, Riesweiler, o.O. 2013; KABl 2008, S. 393; KABl 2013, S. 196; Rosenkranz, Evangelisches Rheinland, Bd. 1, S. 534.

Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten); 3MB 013B (Synode Simmern - Vorgängerbehörden)