Koblenz-Pfaffendorf

1835-1969

Umfang: 2,5

lfd. Nummern: 86

Signatur: 4KG 050B

Nachdem sich ab 1783 im damaligen Kurfürstentum Trier vereinzelt Protestanten ansiedeln durften, ließen sich auch im rechtsrheinischen Ehrenbreitstein, das bis 1786 kurfürstliche Residenz war, sowie in den Nachbarorten Pfaffendorf und Horchheim evangelische Christen nieder. 1803 fielen die rechtsrheinischen Teilen Kurtriers an das evangelische Nassau, doch gelang es nicht, den Landesherrn zur Errichtung einer Pfarrstelle in Ehrenbreitstein zu bewegen. 1815 gelangte die Bürgermeisterei Ehrenbreitstein an Preußen und wurde 1836 der bereits seit 1802/03 bestehenden evangelischen Gemeinde Koblenz zugeteilt. Nachdem 1896 eine Hilfspredigerstelle für das Gebiet der Bürgermeisterei Ehrenbreitstein eingerichtet worden war, wurde die Gemeinde Pfaffendorf zum 1. Oktober 1899 selbständig.

Der Bestand dokumentiert die verschiedensten Bereiche des gemeindlichen Lebens. Besonders hinzuweisen ist auf die Überlieferung zur Gefängnisseelsorge und zum Elementarschulwesen.

Literatur: Festschrift der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf aus Anlaß des 100. Jahrestages ihrer Gründung zum 1. Oktober 1899, hrsg. vom Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf. Koblenz 1999.