Die evangelische Notkirche Wetzlar-Büblingshausen Foto: ohne Angaben

Wetzlar

1548-1956

Umfang: 14

lfd. Nummern: 167

Findmittel: 1956

Signatur: 4KG 047B

Ev. Kirchengemeinde Wetzlar PDF 49 KB

In der Reichsstadt Wetzlar wurde 1542 die Reformation eingeführt. Seit 1586 existierte zudem eine kleine wallonisch-reformierte Gemeinde, die von Wesel kommend hier Zuflucht gefunden hatte. 1803 kam Wetzlar zum Kurerzkanzlerstaat unter Karl Theodor von Dalberg, 1810 zum ebenfalls von Dalberg regierten Großherzogtum Frankfurt. 1815 fiel es an Preußen und wurde Sitz eines Kirchenkreises. 1833 wurde die Union zwischen Lutheranern und Reformierten eingeführt und die Pfarrstellen zusammengelegt. Der verhältnismäßig umfangreiche Bestand geht zurück bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt im 17. bis 19. Jahrhundert, während das 20. Jahrhundert vergleichsweise schwach vertreten ist. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass für die einzelnen Pfarrstellen teilweise eigene Registraturen gebildet wurden, die nicht in das Gemeindearchiv überführt wurden und mit dem Ausscheiden des Stelleninhabers zum größten Teil verloren gingen. Besonders hinzuweisen ist auf vier Urkunden aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die Privilegien der reformierten Gemeinde enthalten. Auch im Aktenbestand ist reichhaltige Überlieferung der reformierten Gemeinde als separate Gruppe vorhanden.

Literatur: Rosenkranz, S. 689-691.

Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Wetzlar, ca. 1851-1971); 1OB 020 (Provinzialkirchenarchiv), A I X 5.