Wolfersweiler

1597-1976

Umfang: 4

lfd. Nummern: 37

Akzessionsdatum: 1997

Findmittel: 1960

Signatur: 4KG 044B

Wolfersweiler war ursprünglich eine dem Zisterzienserkloster Wörschweiler bei Homburg inkorporierte Pfarrei. Als das Kloster in der Reformationszeit aufgelöst wurde, fielen seine Rechte an Pfalz-Zweibrücken. In diesem Territorium wurde die Reformation bereits ab 1523 eingeführt und 1588 der Übertritt zur reformierten Konfession vollzogen. Das ursprünglich zur Pfarrei Wolfersweiler gehörende Nohfelden kehrte 1704 unter der Regierung einer lutherischen Linie des Hauses Pfalz-Zweibrücken zum Luthertum zurück und wurde zur eigenen Pfarrei erhoben. Eine weitere Einbuße in ihrem Bestand erlitt die Gemeinde Wolfersweiler, als sie nach dem Wiener Kongress zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld kam, die bisher zugehörigen Ortschaften Hahnweiler, Rückweiler und Rohrbach dagegen zum sachsen-coburgischen Fürstentum Lichtenberg, wo sie der Gemeinde Berschweiler zugeordnet wurden. 1934 wurde das Gebiet des Fürstentums Birkenfeld Teil der rheinischen Provinzialkirche. In dem sehr tief erschlossenen Bestand ist vor allem auf die ausgesprochen dichte Überlieferung zu Kirche und Pfarrhaus zu verweisen.

Literatur: Rosenkranz, S. 112; Alfred Hans Kuby: Von der Reformation der Pfarrei Wolfersweiler im 16. Jh., in: MEKGR 27 (1978), S. 211-216.

Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Wolfersweiler, ca. 1838-1971); 1OB 030B (Konsistorium Birkenfeld).