Die bei dem Luftangriff am 31.12.1944 zerstörte Lutherische Kirche in Bendorf, Aufnahme von 1947 Foto: ohne Angaben

Bendorf

1486-1951

Umfang: 5

lfd. Nummern: 61

Akzessionsdatum: 1996

Findmittel: 1952

Signatur: 4KG 029B

Ev. Kirchengemeinde Bendorf PDF 52 KB

Bendorf, ursprünglich ein Filial der kurtrierischen Pfarrei Engers, wurde nach Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn 1561 zur eigenen Pfarrei erhobem. Nach dem Aussterben des Hauses Sayn im Jahr 1636 und nachfolgenden Rekatholisierungsversuchen Kurtriers kam Bendorf 1652 zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen, die zunächst an den Herzog von Sachsen-Eisenach, 1741 an den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach  und 1792 schließlich an Preußen fiel. Zwischen 1803 und 1815 war Bendorf nassauisch, bevor es wieder zu Preußen kam und dem Kirchenkreis Koblenz zugeteilt wurde. Der Bestand, der sich in eine ältere (1486-1821) und eine neuere Abteilung (1817-1951) gliedert, enthält insbesondere reichhaltige Quellen zu den konfessionellen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Lutheranern im 17. und 18. Jahrhundert sowie zur 1747 neu errichteten reformierten Gemeinde, in der die Industriellenfamilien Remy und Hofmann führende Positionen inne hatten.

Literatur: Rosenkranz, S. 334.

Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Bendorf, ca. 1847-1971); 1OB 020 (Provinzialkirchenarchiv), A II VII 27; 3MB 009B (Kirchenkreis Koblenz); Best. Bendorf II in Kirchengemeinde.