Innenansicht der 1944 zerstörten Kirche an der Großen Straße in Kleve Foto: ohne Angaben

Kleve

1510-1949

Umfang: 3,5

Findmittel: Liste

Signatur: 4KG 013

Ev. Kirchengemeinde Kleve PDF 106 KB

In den 1560er Jahren entstand in dem bereits 1242 mit Stadtrecht versehenen Kleve eine reformierte Gemeinde. Diese berief 1609 ihren ersten Pfarrer. Zeitweise durch Pfalz-Neuburg begünstigt, konstituierte sich 1612 auch eine lutherische Gemeinde. Die Übersiedlung der brandenburgischen Regierung von Emmerich nach Kleve 1643 machte es notwendig, zwei weitere reformierte Pfarrstellen einzurichten. Die hugenottischen Flüchtlinge seit 1685 bildeten eine eigene französische Gemeinde, die sich 1803 auflöste. Die Union zwischen Reformierten und Lutheranern erfolgte 1829. Die Überlieferung für das 17.-18. Jahrhundert ist sehr gut.

Inhalt u.a.: ref. Gemeinde: Presbyterialprotokolle 1617-1829; Verzeichnis der in die Gemeinde Aufgenommenen 1617-1637; Prediger 1654-1829; Kirchenbau (u. a Kollektenliste 1656); Beziehungen zur französischen Gemeinde; Testamente und Stiftungen; Kirchenbücher 1723-1829

luth. Gemeinde: Kirchenprotokolle 1717-1738; Prediger 1612-1731; Kirchenbau u. -unterhaltung; Garten- und Maulbeerplantage vorm Heysberger Tor 1760-1811; Armenwesen; Kirchenbuch 1766-1831;

französische Gemeinde: Kirchenbücher 1696-1798; Korrespondenz 1771-1786

unierte Gemeinde: Unionsurkunde; Pfarrstellen 1829-1900; Presbyterialprotokolle 1829-1933; Kirchenbücher 1829-1862.

Literatur: Rosenkranz, S. 315-317; Walther Bösken: Die Prediger der lutherischen Gemeinde zu Cleve 1612-1829, in: MEKGR 1 (1907), S. 33-41; Theodor Wotschke: Der Streit in der lutherischen Gemeinde Cleve in den Jahren 1663ff., in: MEKGR 21 (1927), S. 353-372.

Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Kleve 1846-1971); 1OB 020 (Provinzialkirchenarchiv), A I III b 1,3 (ref. Gemeinde) und A II III b 1-3 (luth. Gemeinde).