Das
Archiv befand sich bis 1928 in Koblenz am Sitz des Konsistoriums und
wurde dann nach Bonn verlegt. Dort war es ab 1936 in einem eigenen
Gebäude am Hofgarten untergebracht. Nach schweren Kriegsverlusten
sowohl in den Akten- als auch in den Bibliotheksbeständen erfolgte
1951 die Verlegung nach Düsseldorf in das Dienstgebäude des Landeskirchenamtes.
Gleichzeitig wurde mit Pfr. Walter Schmidt der erste hauptamtliche
Archivar eingestellt. Die 1953 als Filialarchiv gegründete Ev. Archivstelle
Koblenz bezog 1996 eigene Räume im Kloster St. Martin in Boppard
und ist zuständig für die Archivpflege im südlichen Teil der Landeskirche.
Das
Landeskirchliche Archiv verfügt an seinen beiden Standorten über 400
Bestände mit einem Gesamtumfang von 7.000 lfd. m. Es überwiegen die
Unterlagen aus der provinzialkirchlichen und landeskirchlichen Verwaltung
seit 1815. Aber auch die Archive zahlreicher Kirchengemeinden, Kirchenkreise
und kirchlicher Vereine werden als Deposita verwahrt, wobei das Schriftgut
bis in vorreformatorische Zeit zurückreicht. Nachlässe von Pfarrern,
Hochschullehrern und einzelner Präsides erweitern das Dokumentationsprofil.
Recherchen speziell zur rheinischen Kirchengeschichte erleichtert
die 51.000 Bände umfassende Archivbibliothek.
Der Familienforscher wird im Bopparder Filialarchiv
fündig, wo ca. 6.000 Kirchenbücher aus dem gesamten Gebiet der Landeskirche
zentralisiert sind.
Kompaktusanlage
Gemäß
dem geltenden Archivgesetz fungiert das
Landeskirchliche Archiv sowohl als Einrichtung der kirchlichen
Archivpflege wie auch als Archiv der Landeskirche. Zu seinen definierten
Aufgaben zählt gleichfalls die Unterstützung der rheinischen Kirchengeschichtsforschung.
Hierzu werden in enger Kooperation mit dem Verein
für Rheinische Kirchengeschichte die Monographien der Schriftenreihe
des Vereins sowie als Periodikum die Monatshefte herausgebracht. Das
Archiv verfügt auch über eine eigene Schriftenreihe.