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Adresse:
Mainzer Straße 8, 56154 Boppard Tel. 06742/86194, Fax. 06742/86196 Öffnungszeiten: Mo.-Di. 8.30-16.30 Uhr, Mi.-Do. 8.30-12.00 Uhr und nach Vereinbarung (tel. Voranmeldung erforderlich)
Archivleitung: Dr. Andreas Metzing Mitarbeiter: Uwe Hauth
Beratung und Betreuung von Kirchengemeinden und Kirchenkreisen in Registratur- und Archivfragen Beratung und Betreuung von Benutzern bei wissenschaftlichen, heimatgeschichtlichen oder genealogischen Forschungen Planung und Koordinierung der landeskirchlichen Archivpflege im Südteil der Evangelischen Kirche im Rheinland Planung und Koordinierung der landeskirchenweiten Kirchenbuchverfilmung Unsere Bestände1. Kirchenbücher
2. Aktenbestände
3. Nachlässe
Beratung und Betreuung von Kirchengemeinden und KirchenkreisenDie Archivstelle Boppard ist Ansprechpartner für die Kirchenkreise und -gemeinden im Südteil der Rheinischen Landeskirche für alle archiv- und registraturfachliche Fragen
In Kartons verpacktes Pfarrarchiv, nach Registraturplan abgelegte Registratur ArchivpflegeDie Archivstelle Boppard koordiniert die Archivpflege in den 11 südrheinischen und 2 hessischen Kirchenkreisen. In jedem Kirchenkreis überprüft ein ehrenamtlich tätiger Synodalarchivpfleger in regelmäßigen Abständen den Zustand der verschiedenen Pfarrarchive und -registraturen und vermittelt die dabei gewonnenen Erkenntnisse an die Archivstelle. Hier wird entschieden, welche Pfarrarchive durch erfahrene Fachkräfte geordnet und verzeichnet werden. In regelmäßigen Abständen werden die Archivpfleger fachlich fortgebildet. Sie stellen die Bindeglieder zwischen der Archivstelle Boppard und den einzelnen Pfarreien dar. Südrheinische Archivpfleger:
Familienforschung in der Archivstelle BoppardTipps für EinsteigerDie Vorarbeiten Unser Archiv ist keine Datenbank, in die Sie einen beliebigen Familiennamen eingeben können und eine fertige Stammtafel ausgegeben bekommen. Wenn Sie bei uns erfolgreich nach Ihren Vorfahren forschen wollen, müssen Sie bereits bestimmte Vorarbeiten geleistet haben. Denn aus datenschutzrechtlichen Gründen sind Ihnen bei uns nur Kirchenbücher der Zeit vor 1900 zugänglich. Sie müssen sich also die Personenstandsdaten Ihrer Vorfahren des 20. Jahrhunderts aus anderen Quellen beschaffen. Befragen Sie am besten noch lebende ältere Verwandte und überprüfen Sie diese Informationen anhand der Unterlagen auf den staatlichen Standesämtern. Dort sind seit 1876 - in den linksrheinischen Gebieten sogar ab 1798 - alle Geburten, Heiraten und Sterbefälle registriert, die sich in der jeweiligen politischen Gemeinde ereignet haben. Mit Hilfe dieser staatlichen Unterlagen können Sie schon überraschend weit zurückkommen: Eine Achtzigjährige, die 1876 starb, wurde 1796 geboren! Sind in der Sterbeurkunde auch ihre Eltern erwähnt, so sind Sie schon bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts vorgedrungen. Vorbereitung des ersten Besuchs in der Evangelischen Archivstelle Boppard Wenn Sie Ihre Vorfahren für die "standesamtliche Zeit" (also die Zeit nach 1876) erforscht haben, dann müssen Sie, um noch weiter zurück zu gelangen, in den Kirchenbüchern recherchieren. Bevor Sie jedoch voller Forscherdrang zu uns kommen, sollten Sie drei Fragen klären: 1. Waren Ihre gesuchten Vorfahren evangelisch? 2. Lebten sie im Gebiet der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland? 3. Sind die Kirchenbücher für die in Frage kommende Zeit in der Evangelischen Archivstelle Boppard vorhanden? Nur wenn Sie alle drei Fragen mit Ja beantworten, ist ein Besuch bei uns erfolgversprechend! Die erste Frage ist in der Regel leicht zu klären, da in den standesamtliche Unterlagen, die Sie sich ja bereits verschafft haben, die Konfession angegeben ist. Die zweite Frage stellt den Familienforscher manchmal schon vor größere Probleme, weil die landeskirchlichen Grenzen nicht immer mit den heutigen Verwaltungsgrenzen übereinstimmen. Da das Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland mit der zwischen 1822 und 1945 existierenden preußischen Rheinprovinz identisch ist, sollten Sie in Zweifelsfällen ein Ortsverzeichnis von vor dem Zweiten Weltkrieg zu Rate ziehen. Wenn daraus hervor geht, dass der Ort in der Rheinprovinz lag, dann gehört er heute zum Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zur Beantwortung der dritten Frage benutzen Sie am besten das "Verzeichnis der Kirchenbücher der Archivstelle Boppard", das Sie zum Preis von 13,- € bei uns erwerben können. Die Recherche in den Kirchenbüchern In der Regel werden Ihnen in unserem Lesesaal keine Originale vorgelegt, sondern Sie bekommen Mikrofichekopien ausgehändigt, in denen die Sie an speziellen Lesegeräten recherchieren können. Der gängige Weg auf der Suche nach den eigenen Vorfahren besteht darin, dass Sie zunächst nach dem Taufdatum des ältesten Ihnen bekannten Vorfahren suchen und anschließend in den Jahren vor der Taufe nach dem Heiratseintrag seiner Eltern. Im Heiratseintrag ist vielfach das Alter der Brautleute angegeben. Nun müssen Sie in den entsprechenden Kirchenbüchern nach deren Taufeinträgen recherchieren, dann wieder nach dem Heiratseintrag ihrer Eltern usw. Auf diese Weise können Sie Ihre Vorfahren - je nach Überlieferungslage der Kirchenbücher - teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Von einzelnen Seiten der Mikrofiches fertigen wir Ihnen gerne Rückvergrößerungen für Ihre Unterlagen an. Die Gebühr für eine Seite beträgt derzeit 0,60 €. Denken Sie bitte daran, bei allen Notizen, die Sie sich bei Ihren Forschungen machen, immer die genaue Signatur des Kirchenbuchs, die Nummer des Mikrofiches und die Kirchenbuchseite anzugeben, auf der Sie interessierende Eintrag zu finden ist. Sie ersparen sich damit viel Zeit, wenn Sie später den gleichen Eintrag noch einmal heraussuchen möchten. Den Überblick behalten... Die Freude über erste Forschungsergebnisse wird vielfach dadurch getrübt, dass man nicht recht weiß, wie man die Fülle von erarbeiteten Informationen ordnen soll, und so in dem Wust von Daten schnell den Überblick verliert. Es empfiehlt sich daher, für jede Person (manche Forscher sagen sogar: für jede Amtshandlung, also jede Taufe, Heirat oder Beerdigung) ein eigenes Blatt bzw. im Computer einen eigenen Datensatz anzulegen, in dem alle nach und nach erforschten Informationen eingetragen werden. Parallel dazu sollte man die Informationen auch in Ahnentafeln vermerken, bei denen man mehrere Generationen auf einen Blick vor sich hat. Mehr als fünf Generationen sollten diese Tafeln aber nicht umfassen - sonst wird es wieder unübersichtlich. Ein wichtiges Hilfsmittel: Die Familienbücher Familienforschung kann manchmal ein sehr mühsames Geschäft sein. Um die Arbeit etwas zu erleichtern gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten die Familienbücher, die gelegentlich auch als Ortssippenbücher bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um Bücher, bei denen das im Kirchenbuch nach Taufen, Hochzeiten und Sterbefällen gegliederte und innerhalb dieser Blöcke chronologisch angeordnete Datenmaterial alphabetisch nach Kernfamilien (Eltern und Kinder) gegliedert ist. Jede dieser Familien bekommt eine laufende Nummer. Bei den Eltern ist jeweils vermerkt, aus welcher Familie sie stammten, während bei den Kindern die Nummer der Familie angegeben ist, die sie später selbst gegründet haben. Mit Hilfe dieser Familienbücher, deren Erstellung freilich sehr aufwendig ist, kann man nun sehr schnell und komfortabel recherchieren. Im Lesesaal der Archivstelle Boppard stehen Ihnen eine Vielzahl solcher Bücher zur Verfügung. KirchenbuchverfilmungDie Archivstelle Boppard ist für die Kirchenbuchverfilmung im gesamten Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland zuständig. Voraussichtlich im Jahr 2004 werden die älteren Kirchenbücher sämtlicher rheinischer Gemeinden verfilmt sein und in Boppard als Mikrofichekopie vorliegen. Die Mikroverfilmung bietet viele Vorteile für die Familienforscher, die Kirchengemeinden und nicht zuletzt für das Archivgut selbst:
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