Wir über uns

Kontakt

Ansprechpartner

Bestände

Archivstelle Boppard

Rechtstexte

Publikationen

Linksammlung

Stichwortsuche

Termine

                            

 

Bestandsbeschreibung

Kataloge

Sammelgebiete und Bestandsgeschichte

Die Dienstbibliothek des Archivs ist eine historische Fachbibliothek zur evangelischen Kirchengeschichte des Rheinlandes. Vorrangig gesammelt werden alle Publikationen zur Territorial-, Orts- und Personengeschichte der rheinischen Kirche und ihrer Vorläufer unter der Chiffre Dü72 ist die Bibliothek dem deutschen und innerkirchlichen Leihverkehr angeschlossen.

Das Archiv verfügt von seiner Gründung 1853-54 an über eine Handbibliothek. Zu den Aufgaben des Archivs zählte auch bereits die Pflege und Erhaltung "der seltenen Drucksachen", vor allem der Kirchenordnungen und Agenden aus vorpreußischer Zeit. Fortan wurden gezielt gesammelt alle Gemeinde- und Jubiläumsschriften aus der Rheinprovinz, wichtige kirchliche Zeitschriften und Synodalprotokolle, rheinische Katechismen und Gesangbücher, Predigten und Biographien rheinischer Pfarrer, Jahresberichte und Mitteilungen kirchlicher Anstalten und Gesellschaften. Auch wenn den Gemeinden eine Pflichtabgabe nicht verbindlich gemacht werden konnte, wurde doch anläßlich der Provinzialsynoden regelmäßig auf dieses Ziel hingewiesen und der Erwerb von Nachlässen empfohlen. Der Buchbestand wuchs dennoch nur langsam 1903 auf 478 Titel, 1924 auf 665.

 

Inkunabel aus dem Bestand Goeters

An nennenswerten Abgaben aus Privatbesitz, die in den Bibliotheksbestand eingingen, seien genannt:Prof. Johann Wilhelm Ludwig Krafft, Pfarrer Johann Gerhard Sardemann, Pfarrer Wilhelm Rotscheidt, Gotthilf Ammer, Pfarrer Julius Schumacher, Kommerzienrat Karl Philipp Harraeus, Pfarrer Heinrich Rodewald, Pfarrer Professor Wilhelm Goeters, Johannes Hasenkamp, Konsistorialrat Heinrich Läufer, Pfarrer Hugo Fröhlich, Pfarrer Präses Joachim Beckmann, Pfarrer Martin Rohkrämer, Prof. Dr. J.F. Gerhard Goeters.

Magazinraum

Neben privaten Nachlässen erwarb das Archiv um 1880 Bücher des ehemaligen Protestantischen Vereins, der sich der Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche angenommen hatte. Ferner wurden Bücher von Kirchenkreisen (z.B. Altenkirchen, Moers) und von einzelnen Kirchengemeinden (z.B. Burg a.d. Wupper, Düsseldorf) übernommen.Als Depositum wurden 1993/95 Teile der Bibliothek des Kirchenkreises An der Ruhr und des Neukirchener Erziehungsvereins aufgestellt.

 

Bestandsbeschreibung

Der Gesamtbestand umfaßt ca. 61.000 bibliographische Einheiten, ca. 50.000 Monographien und 11.000 Aufsätze. Besonders erwähnenswert ist der Bestand alter Drucke des Archivs. Dabei handelt es sich um (vorwiegend aus dem Bestand Goeters) 5 Inkunabeln, 424 Drucke aus dem 16. Jahrhundert, 740 Titel des 17. Jahrhunderts sowie 1484 Titel des 18. Jahrhunderts.

In der Gruppe allgemeine Kirchengeschichte bildet das Kleinschrifttum zum Kirchenkampf (1933 ff), das chronologische aufgestellt wurde, einen Schwerpunkt (ca. 800 Titel). Die Gruppe Landesgeschichte Rheinland enthält 267 ältere Titel, die, von einigen Ausnahme abgesehen (z.B. Werner Teschenmachers Annales, 1638) im 19. Jahrhundert erschienen sind. In der Gruppe rheinische Gemeinde- und Jubiläumsschriften finden sich über 1.100 Titel historischer Bestand. Es dürfte dies die vollständigste Sammlung evangelischer ortsgeschichtlicher Literatur im Rheinland sein. Darunter finden sich kirchengeschichtliche Darstellungen, meist Jubiläumsschriften, und allgemein ortsgeschichtliche Literatur, die auch einen Anteil an evangelischer Kirchengeschichte enthält. Behandelt werden neben kirchengeschichtlichen Themen die Baugeschichte einzelner Kirchen und die Geschichte kirchlicher Einrichtungen.

Umfangreich ist auch die Gruppe der Veröffentlichungen rheinischer Autoren (meist Pfarrer) mit 1.770 Titeln aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Genannt seien die Erbauungsschriftsteller Friedrich Adolf Lampe, Gerhard Tersteegen, Hermann Friederich Kohlbrügge, Gottfried Daniel Krummacher, Friedrich Adolf Krummacher und Friedrich Wilhelm Krummacher sowie religiöse Volksschriftsteller wie W.O. von Horn (Oertel)-

Zum wertvollsten Bestand gehören die Gesetzessammlungen, Kirchenverfassungen, Kirchenordnungen und Agenden, darunter Hermann von Wieds 'Einfältiges Bedenken' (Marburg 1544), insgesamt 270 Titel. Zu erwähnen sind weiterhin die Jahresberichte und Festbücher der überwiegend im 19. Jahrhundert gegründeten Vereine und Einrichtungen der rheinischen Kirche. Auch ist eine fast vollständige Sammlung der Protokolle rheinischer Provinzial- und Kreissynoden vorhanden (Provinzialsynoden 1835-1946; Kreissynoden 1817-1842 handschriftlich, ab 1842 gedruckt). Insgesamt handelt es sich um ca. 3.000 Protokolle.

Die Gruppe Biographie enthält Autobiographien und biographische Literatur auch nicht-rheinischer Persönlichkeiten (ca. 300 Titel vor 1900), die Gruppe Schulwesen, Sammlungen älterer Verordnungen, Reglements und Schulordnungen (ca. 50 vor 1900), die Gruppe 'katholica' Literatur zu den 'Kölner Wirren', zum Kutlurkampf und zum Duisburger Katechismus über die Entscheidungslehren (vor 1844, insgesamt ca. 50 vor 1900), Die Gruppe Matrikel, Gemeindeverzeichnisse und Schulgeschichte umfaßt sowohl die ältere Pfarrer- und Theologenverzeichnisse als auch Schriften zur Geschichte einzelner Schulen und Hochschulen (ca. 120 vor 1900). Diese Abteilungen zählen einschließlich der Gruppe historische Hilfswissenschaften insgesamt 5.950 Titel (davon ca. 520 vor 1900).

Die Sammlung von Oberkonsistorialrat Hans Hasenkamp (1878-1964) wurde wegen ihres überwiegend historischen Bestandes gesondert aufgestellt. Von den 101 Titel stammen 45 aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde nach dem Verlust des Familienarchivs nach 1945 neu angelegt und enthält insbesondere Schriften der Vorfahren Hasenkamps (Christoph Hermann Gottfried, Johann Gerhard, Johann Heinrich, Friedrich Arnold Hasenkamp) und Werke des Pietismus und der Erweckungsbewegung. Zu den Autoren gehören Gottfried Menken, Johann Caspar Lavater und Philipp Jakob Spener (Pia desideria, Frankfurt 1678).

Die in den Akten befindliche graue Literatur (gedruckte Berichte und Protokoll) ist nicht gesondert erfaßt, sondern nur über Archivrepertorien zugänglich.

Erschließung

Der Bestand ist maschinell erfaßt und über die Bibliothekssoftware Allegro-C erschlossen. Auf der Grundlage einer sorgfältigen Sichtung der Neuzugänge erarbeit das Archiv für die"Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes" eine jährliche Literaturschau.

Opac = Online Public Access Catalog


Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: frank.rothe@ekir-lka.de 
Copyright © 2008 Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland
Stand: 15.02.2008